Museo Nazionale dell’Automobile “Avv. Giovanni Agnelli”

Das 1932 von Carlo Biscaretti di Ruffia gegründete Nationale Automobilmuseum gehört heute zu den weltbekanntesten wissenschaftlich-technischen Museen. Aufwändig umgebaut wurde es 2011 - durch den Architekten Cino Zucchi, was die Außengestaltung angeht, und vom Set-Designer Francois Confino in der Ausstellungsarchitektur - und nahm dadurch neuzeitliche und zukunftsweisende Züge an. Das Restyling hat aber vor allem dazu beigetragen, dem renovierten Museum einen dynamischen und interaktiven Platz im italienischen Kulturpanorama einzuräumen.

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2013 setzte es die englische Tageszeitung The Times auf Rang 35 in der Liste der 50 besten Museen der Welt und hob seinen bildungsorientierten und wissenschaftlichen Ansatz hervor. Heute widerspiegeln die im Juni 2014 abgeschlossenen Ergänzungsarbeiten neben der konservativen Funktion das Bildungskonzept noch deutlicher. Die neuen Digitaltechnologien und der offene und gebührenfreie WLan-Netzzugang im Museo Nazionale dell’Automobile bieten den Besuchern eine Fülle von während der beiden vergangenen Jahren erfassten Fundstellendatensätzen: Historische Informationen, Archivbilder, technische Daten über die Wagen und Wagenbauer und vieles andere mehr sind über persönliche Smartphones, multimediale Totems oder die zur Ausstattung gehörenden Ipads - während des Museumsbesuchs - einsehbar.
Das ist nur eine der zahlreichen Neuheiten, mit denen das Museum einem größeren und unterschiedlicheren Publikum die Besichtigung seiner herrlichen Sammlung ermöglichen möchte: Mit fast 200 Originalfahrzeugen 80 verschiedener Hersteller, angefangen bei den ersten mit Dampfantrieb aus 1769 bis zu den allerneuesten. Die Besucherstrecke ist, von oben angefangen, auf drei Etagen angelegt: „L’automobile e il Novecento” in der zweiten, „L’uomo e l’automobile” in der ersten, und schließlich „L’automobile e il design” im Erdgeschoss. Die Wagen, die nicht in der Ausstellung Platz gefunden haben, können dagegen (nach Terminvereinbarung) in der renovierten Garage besichtigt werden, wo auch die Werkstatt und die Restaurierungsschule untergebracht sind. Hier können Oldtimer-Fachleute, Handwerker und Experten in die praktische Arbeit einbezogen werden, um den jungen Lehrlingen zur Seite zu stehen und auf diese Weise eine intergenerationale Weitergabe der Kompetenzen zu fördern.
Von Grund auf neu ausgestattet wurde der dem Design gewidmete Bereich mit spektakulären Inszenierungen, die gründliche Kenntnisse über das Automobildesign, seine geschichtliche Entwicklung und die Personen vermitteln sollen, die den Wandel und die heutigen und zukünftigen Geschmacksrichtungen bestimmt haben und bestimmen. Der Ausstellungsfläche des Museums schließt sich ein Bereich für Wechselausstellungen an sowie ein Event-Bereich, ein Kongresszentrum, zuzüglich zur Unterrichtseinrichtung, zum Bookshop und zur Cafeteria mit Restaurant. Das Dokumentationszentrum, aufgrund seiner einmaligen Sammlungen eines der wertvollsten Europas, ist für Besucher geöffnet. Online einsehbar ist übrigens der Katalog sowohl des Bücher- als auch der Archivbestands.


Museo Nazionale dell’Automobile “Avv. Giovanni Agnelli”
Corso Unità d’Italia 40 – 10126 Torino Italia
www.museoauto.it – info@museoauto.it
Tel. 011 677666/7/8 – Fax 011 6647148


Öffnungszeiten: Montag ab 10 bis 14 Uhr; Dienstag ab 14 bis 19 Uhr; Mittwoch, Donnerstag und Sonntag ab 10 bis 19 Uhr; Freitag und Samstag ab 10 bis 21 Uhr.

Eintrittskarten: voller Preis Euro 12,00; ermäßigter Preis Euro 8,00 (über 65; ab 6 bis 14; Behinderte; Besuchergruppen, ab 15 Personen; Universitätsstudenten mit Studentenausweis; Schulklassen Euro 2,50; kostenlos für Kinder unter 6; Journalisten mit Verbandsausweis; Abonnenten Musei Torino Piemonte e Torino + Piemonte Card.